Abbildungen von menschlichen Organen, Blutbahnen, Knochen und Fasern sind wichtige Bestandteile jeder medizinischen Ausbildung. Das Heft stellt Künstlerinnen und Künstler vor, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen und uns mit ihren unmedizinischen Arbeiten die Schönheiten in unserem Körper näherbringen wollen.
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Quilt für eine Wiege
Crib Quilt / um 1900 / Cooper Hewitt Collection
Ergänzend zum WERKTEXT Heft «kariert»: Der um 1900 datierte Quilt aus Amerika bestehend aus verschieden karierten Quadraten, die abwechselnd mit hellen Stoffresten aufgenäht worden sind.
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Sakiori
In Japan spielt Wiederverwertung und Reparatur aus Tradition eine grosse Rolle. So gibt es etwa ein Gewebe aus fein gerissenen Streifen alter Kleider – Sakiori genannt. Das Bild zeigt einen geflicketen Sack aus Linde von 1873, der mit aufgerollten solcher Streifen gefüllt ist. Sie werden in eine Kette aus Baumwolle eingewoben.
Aus dem letzten Jahrhundert
Freizeitbeschäftigung eines norwegischen Mädchens um 1900
Ein Mädchen schneidet und beklebt ein altes Schulheft. So ist ein bezauberndes Zeitdokument entstanden, das auf einem Flohmarkt gefunden wurde. Keiner weiss heute mehr wer das Mädchen war, aber ihre Arbeit erfreut immer noch jeden Betrachter.
Loblied auf den Eigensinn
#1809 Eigensinn / von Exzentrikern, Art Brut, Jospeh Beuys und mehr
Das Heft vom 5. Oktober beschäftigt sich mit dem Eigensinn in der Kunst, berichtet über Exzentriker und Art Brut, zeigt Beispiele von freiem Gestaltungsgeist…
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Meret Oppenheim
Ma gouvernante / 1936 / Meret Oppenheim / Moderna Museet Stockholm
6.10.1913: Heute vor 105 Jahren kam die Schweizer Surrealistin Meret Oppenheim (1913-1985) zur Welt, die während ihrer Kindheit bereits durch Zeichnungen auf sich aufmerksam machte. Ab 1932 lebte sie in Paris, der Stadt der Avantgardisten und schloss sich den Surrealisten an. In ihren Objekten verfremdete sie Alltagsgegenstände, wie bei ihrem bekanntesten Werk «Das Frühstück im Pelz», für das sie eine Tasse samt Löffel und Untertasse mit Pelz überzog.
Meret Oppenheim: «Man muss sich die Freiheit nehmen. Sie wird einem nicht gegeben.»
Lydia Ricci
Double cassette / Lydia Ricci / from Scraps
Helikopter, Rollschuhe, Staubsauger, Fernseher und Telefon – das sind nur einige Dinge, die von der Künstlerin Lydia Ricci aus Abfallmaterial nachgebaut werden. Aus alten Verpackungen, Papierresten und anderem Ausschuss entstehen Bügeleisen oder Autos mit Hilfe von Leim, Klebestreifen und Heftklammern. Sind die Objekte einmal fertig gebastelt, schreibt die Künstlerin kleine Texte dazu oder dreht kurze Filme mit ihren Werken in der Hauptrolle – so haucht sie ihnen noch etwas «Leben» ein.
Weitere Beispiele zum Thema Imitation im WERKTEXT Heft «Nachgemacht» WT1702.
Veronika Richterová
Die tschechische Künstlerin Veronika Richterová experimentiert mit PET-Flaschen und ihre Faszination für die Farben- und Formenvielfalt der Kunststoffflasche scheint keine Grenzen zu kennen. «Aus künstlerischer Sicht sind PET-Flaschen ein fantastisches Material, das dem Glas ähnelt, es ist durchsichtig, dabei aber sehr leicht und biegsam». Zu ihren Plastikwerken gehören u.a. Blumen, Palmen und Kakteen, Pinguine, Fledermäuse und Insekten.
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